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Carmen Gukelberger

Carmen Gukelberger experimentiert mit verschiedenen Techniken und entwickelt dabei unkonventionelle Methoden. Auf dem Weg nach neuen Ausdruckmitteln ist sie eine immer Suchende.

Begleitet von Visionen und phantastischen Gedankenspielen lässt sie auf strukturierten Bildträgern faszinierende, in sich geschlossene Welten entstehen. Von dieser Basis aus gewinnt sie Variationen, die ihr das Abenteuer völliger Freiheit in der Interpretation ihrer künstlerischen Aussage erlaubt.

Es ist eine „Anderswelt“, die sich hier in einer zurückhaltenden Farbgebung präsentiert. Formlos und gestaltlos in der Auseinandersetzung – und doch erscheinen auf ihren Bildträgern geometrische Elemente und fragmentartig angedeutete Figuren, teilweise durch farbige Flächen und sparsame Linien angedeutet. Flüchtigkeit und Vergänglichkeit des Seins wie auch helle Lichtmomente des Lebens liegen dicht beieinander und dokumentieren so auch die eigene Befindlichkeit der Künstlerin. Ihre Arbeiten lassen einen spürbaren Rhythmus erkennen von Bewegungen, die sich bewegen, wie die Natur sich bewegt.

Viele ihrer Bilder weisen eine geheimnisvolle Harmonie auf, die mehr berührt als erklärt. Strukturen, Verwischungen und fast erkennbare Motive gestalten sich zu bildnerischen Emotionen.

Carmen Gukelberger ist in Breisach geboren und hat eine dreijährige Ausbildung an der Folkwang-Schule in Essen absolviert. Sie lebt heute in Vörstetten und  kann auf  zahlreiche Ausstellungen im In-und Ausland zurückblicken.

Jutta Schwarz

Zufällige Arrangements und leise, unspektakuläre  Motive am Wegesrand reizen das fotografische Auge von Jutta Schwarz. Sie sucht und findet in der näheren und unmittelbaren Umgebung eine Vielfalt von Szenarien, die beim flüchtigen Vorübergehen im Verborgenen bleiben.

„Warum denn in die Ferne schweifen …“ – dieses alte Sprichwort hat für Jutta Schwarz ganz neu an Bedeutung gewonnen. Viele ihrer  Aufnahmen sind in der näheren und unmittelbaren Umgebung ihres Wohnortes Teningen entstanden.

Mit ihrer Kamera fängt sie Alltägliches ein und versucht durch verschiedene Arten der digitalen Farbverschiebungen das Besondere aus dem jeweiligen Motiv herauszuarbeiten. Durch das digitale Spiel erfahren ihre Fotografien einen kreativen Prozess und es entstehen faszinierende neue Eindrücke,

die den Anspruch auf getreue Abbildung malerisch unterlaufen und den Betrachter zu intensiver Anschauung auffordern.

Durch die technische Umsetzung variieren die Farben, geben vorhandenen Stimmungen eine andere, vielleicht gegenteilige Aussage, veränderte Signale und schaffen so eine neue Welt. Sujet und Bildausschnitt bleiben jedoch  immer unangetastet, die Lichtquelle wird nicht künstlich gesetzt, das Authentische  bleibt erhalten. Realität und Fiktion bahnen sich einen Weg zu einer Reise an die Grenzen von fremd und unbekannt.

Jutta Schwarz ist ausgebildete Fotografin und lebt in Teningen.
Sie ist seit 2007 Mitglied der Kunstkantine.

Silvia Wenzinger

Silvia Wenzingers künstlerische Aussage wird beherrscht vom Werkstoff Keramik. Seit nahezu 20 Jahren lässt sie sich von der Faszination dieses Materials gefangen halten. Sie hat die Spur ihrer eigenen Handschrift gefunden, die in ihren figürlichen Plastiken und Objekten zu ausdrucksvollen Kompositionen führt.

Das Rüstzeug bildnerischen Schaffens wurde ihr bereits in frühester Jugend vom Vater vermittelt, der Maler und Bildhauer war.
In ihrem breiten Spektrum keramischer Techniken nimmt die künstlerische Umsetzung in der Darstellung der weiblichen Gestalt einen großen Raum ein. So entstehen Halbfiguren oder Torsos – vorwiegend mit einer Schulter -  und lassen mit dem Einblick in das Innere einen Hauch Zerbrechlichkeit verspüren. Wichtig für Silvia Wenzinger ist, dass bei der Formgebung die eigene Sprache des Materials erhalten bleibt. Die in der Struktur der Oberfläche deutlich sichtbar gemachten Arbeitsgänge weisen auf organische Ursprünglichkeit und  das Irdene hin und lassen zugleich Vergänglichkeit anklingen.

Bronzefarbene Glasuren, matt oder auch glänzend, suggerieren teilweise metallische Effekte, die auch in ihren Objekten zu schimmernder  Geltung gelangen. Partielles Auftragen von 23-karätigem Gold setzt bei ihren Arbeiten gelungene Lichtpunkte und Veredelungen.

Ihre Liebe gehört jedoch auch der Vielfalt der Glasuren, mit denen sie Schalen und Gefäßen eine  künstlerische Note von  besonderem Reiz verleiht, wie auch kleinen Bildarbeiten aus Keramik, Sand und Glas.

Silvia Wenzinger, in Freiburg geboren,  lebt heute in Riegel a. K. und betreibt dort ein Keramik-Studio. Sie ist Mitglied der Kunstkantine und kann auf zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland zurückblicken.