|
|
| |
Juni Ausstellung
|
|
Carmen Gukelberger
Carmen Gukelberger experimentiert mit verschiedenen
Techniken und entwickelt dabei unkonventionelle
Methoden. Auf dem Weg nach neuen Ausdruckmitteln ist sie
eine immer Suchende.
Begleitet von Visionen und phantastischen
Gedankenspielen lässt sie auf strukturierten Bildträgern
faszinierende, in sich geschlossene Welten entstehen.
Von dieser Basis aus gewinnt sie Variationen, die ihr
das Abenteuer völliger Freiheit in der Interpretation
ihrer künstlerischen Aussage erlaubt.
Es ist eine „Anderswelt“, die sich hier in einer
zurückhaltenden Farbgebung präsentiert. Formlos und
gestaltlos in der Auseinandersetzung – und doch
erscheinen auf ihren Bildträgern geometrische Elemente
und fragmentartig angedeutete Figuren, teilweise durch
farbige Flächen und sparsame Linien angedeutet.
Flüchtigkeit und Vergänglichkeit des Seins wie auch
helle Lichtmomente des Lebens liegen dicht beieinander
und dokumentieren so auch die eigene Befindlichkeit der
Künstlerin. Ihre Arbeiten lassen einen spürbaren
Rhythmus erkennen von Bewegungen, die sich bewegen, wie
die Natur sich bewegt.
Viele ihrer Bilder weisen eine geheimnisvolle Harmonie
auf, die mehr berührt als erklärt. Strukturen,
Verwischungen und fast erkennbare Motive gestalten sich
zu bildnerischen Emotionen.
Carmen Gukelberger ist in Breisach geboren und hat eine
dreijährige Ausbildung an der Folkwang-Schule in Essen
absolviert. Sie lebt heute in Vörstetten und kann auf
zahlreiche Ausstellungen im In-und Ausland
zurückblicken.
|
Jutta Schwarz
Zufällige Arrangements und leise, unspektakuläre Motive
am Wegesrand reizen das fotografische Auge von Jutta
Schwarz. Sie sucht und findet in der näheren und
unmittelbaren Umgebung eine Vielfalt von Szenarien, die
beim flüchtigen Vorübergehen im Verborgenen bleiben.
„Warum denn in die Ferne schweifen …“ – dieses alte
Sprichwort hat für Jutta Schwarz ganz neu an Bedeutung
gewonnen. Viele ihrer Aufnahmen sind in der näheren und
unmittelbaren Umgebung ihres Wohnortes Teningen
entstanden.
Mit ihrer Kamera fängt sie Alltägliches ein und versucht
durch verschiedene Arten der digitalen
Farbverschiebungen das Besondere aus dem jeweiligen
Motiv herauszuarbeiten. Durch das digitale Spiel
erfahren ihre Fotografien einen kreativen Prozess und es
entstehen faszinierende neue Eindrücke,
die den Anspruch auf getreue Abbildung malerisch
unterlaufen und den Betrachter zu intensiver Anschauung
auffordern.
Durch die technische Umsetzung variieren die Farben,
geben vorhandenen Stimmungen eine andere, vielleicht
gegenteilige Aussage, veränderte Signale und schaffen so
eine neue Welt. Sujet und Bildausschnitt bleiben jedoch
immer unangetastet, die Lichtquelle wird nicht künstlich
gesetzt, das Authentische bleibt erhalten. Realität und
Fiktion bahnen sich einen Weg zu einer Reise an die
Grenzen von fremd und unbekannt.
Jutta Schwarz ist ausgebildete Fotografin und lebt in
Teningen.
Sie ist seit 2007 Mitglied der Kunstkantine.
|
Silvia Wenzinger
Silvia Wenzingers künstlerische Aussage wird beherrscht
vom Werkstoff Keramik. Seit nahezu 20 Jahren lässt sie
sich von der Faszination dieses Materials gefangen
halten. Sie hat die Spur ihrer eigenen Handschrift
gefunden, die in ihren figürlichen Plastiken und
Objekten zu ausdrucksvollen Kompositionen führt.
Das Rüstzeug bildnerischen Schaffens wurde ihr bereits
in frühester Jugend vom Vater vermittelt, der Maler und
Bildhauer war.
In ihrem breiten Spektrum keramischer Techniken nimmt
die künstlerische Umsetzung in der Darstellung der
weiblichen Gestalt einen großen Raum ein. So entstehen
Halbfiguren oder Torsos – vorwiegend mit einer Schulter
- und lassen mit dem Einblick in das Innere einen Hauch
Zerbrechlichkeit verspüren. Wichtig für Silvia Wenzinger
ist, dass bei der Formgebung die eigene Sprache des
Materials erhalten bleibt. Die in der Struktur der
Oberfläche deutlich sichtbar gemachten Arbeitsgänge
weisen auf organische Ursprünglichkeit und das Irdene
hin und lassen zugleich Vergänglichkeit anklingen.
Bronzefarbene Glasuren, matt oder auch glänzend,
suggerieren teilweise metallische Effekte, die auch in
ihren Objekten zu schimmernder Geltung gelangen.
Partielles Auftragen von 23-karätigem Gold setzt bei
ihren Arbeiten gelungene Lichtpunkte und Veredelungen.
Ihre Liebe gehört jedoch auch der Vielfalt der Glasuren,
mit denen sie Schalen und Gefäßen eine künstlerische
Note von besonderem Reiz verleiht, wie auch kleinen
Bildarbeiten aus Keramik, Sand und Glas.
Silvia Wenzinger, in Freiburg geboren, lebt heute in
Riegel a. K. und betreibt dort ein Keramik-Studio. Sie
ist Mitglied der Kunstkantine und kann auf zahlreiche
Ausstellungen im In- und Ausland zurückblicken.
|
|
|