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Rita Böttcher – Ausstellung Mai 2008 vom 03.05 bis 01.06.2008

  Die eindrucksvolle Natur rund um den Kaiserstuhl hat Rita Böttcher zu vielen ihrer Arbeiten inspiriert. Sanfte Hügel, Laubwälder und verschlungene Pfade werden in den unterschiedlichsten Stimmungen des Tagesverlaufs in der von ihr bevorzugten Acryltechnik auf die Leinwand gebannt.

Landschaft mit der Seele gesucht – das hat für Rita Böttcher einen besonderen Stellenwert. Geprägt von den Malern Monet, Cézanne, Munch und Gabriele Münter ist sie auf dem Wege zu ihrem eigenen Stil.

Am Anfang standen Landschaftsskizzen in Kohle und Aquarell. Heute setzt sie vorwiegend pastellfarbene Tonstufen ein, die ihren Landschaften in einem zurückhaltenden Licht erscheinen lassen.

Konturen lösen sich weitestgehend auf und der Farbauftrag gleicht teilweise einem Hauch und so gewinnen ihre Arbeiten auch eine leise Romantik und Poesie.  Rita Böttcher kann so ihr Inneres am besten ausdrücken

Rita Böttcher lebt in Waldkirch und betreibt dort auch ein eigenes Atelier.

Von 2002 – 2005 hat sie  ein Studium an der Hochschule für Grafik, Design und bildende Kunst absolviert.

Sie ist Mitglied der Kunstkantine und hat in  mehreren Einzel- und  Gemeinschaftsausstellungen ihre Werke präsentiert.

Urmar Herrmann – Ausstellung Mai  2008 vom 03.05 bis 01.06 2008

Urmar Herrmann ist nach eigener Aussage ein leidenschaftlicher Keramiker
Nicht nur die technische Seite der Keramik fasziniert ihn – es ist auch die uralte Geschichte dieses Werkstoffes und nicht zuletzt die daraus resultierende Vielseitigkeit.Sein Herz gehört vorwiegend der großformatigen, keramischen Plastik, die er eher „untöpferisch“ angeht. Seine Skulpturen gleichen einer passionierten Ode an die Frau – ein unerschöpfliches Thema. Der Künstler stellt die Weiblichkeit in vielen Gestalten dar: mal erhaben und verträumt, mal surreal oder streng volkskunstartig. Der magischen Anziehungskraft  seiner fast immer  mysteriösen  und sinnlichen Darstellung seiner Frauengestalten kann sich kaum ein  Betrachter verschließen. So begegnen wir neben  schlanken, aufrechten Statuen erotischen Kompositionen und  teilweise auch amazonengleichen  Geschöpfen aus dem Bereich der Mythologie.

Der gelernte Keramikmaler und Keramikingenieur ist ein Meister des Werkstoffes in allen Aspekten. Eher zufällig kam der in Freiburg geborene Künstler vor rund 30 Jahren zur Keramik und fand so die Liebe seines Lebens. Neben seinen figürlichen Plastiken schafft Urmar Herrmann Gefäße, Schalen und Vasen in vielfältigen Variationen, bei denen er seine zeichnerische und malerische Begabung in Vollendung einbringen kann.

Seine Werkstatt hat Urmar Herrmann heute in Nordrach/Schwarzwald.Seit 1993 hat er an zahlreichen Ausstellungen teilgenommen und im Jahr 2007 an der Keramikbienale in Carouge in der Schweiz.

Monika Staiger – Ausstellung Mai 2008 vom 03.05 bis 01.06.2008

Aus dem Reichtum und der Vielfalt des Lebens um uns schöpft Monika Staiger ihre künstlerische Energie. Äußeres wird zurückgelassen und geführt von der  Intuition entwickeln sich ihre Bilder über Nähe und Ferne, Licht und Schatten und sichtbare Gegensätze verschmelzen sich an einem bestimmten Punkt zu einer Einheit.

Mit ihrer Vorliebe für das Abstrakte setzt Monika Staiger im ständigen Spiel der Schwingungen  und Farben eigene Akzente. In der Aussage hat jedes ihrer Werke seinen ureigenen Charakter durch eine klare Formensprache in geometrischen Gestalten bis hin zu figürlichen Darstellungen.

Im Vordergrund ihrer Bildkompositionen stehen die intensiv eingesetzten Farben mit ihrer Suggestionskraft, die den Gestaltungswillen immer wieder neu herausfordern. Die Auseinandersetzung mit ihrer Kunst ist für Monika Staiger etwas Existenzielles, ein aktiver Prozess, der ständige Verwandlung erfährt. Ihre Arbeiten sollen Impulse setzen, die  den Betrachter auf eine phantasievolle Reise entführen und in seinem Inneren neue Kunstwerke entstehen lassen.

Monika Staiger ist ausgebildete Kunsttherapeutin. Die Erfahrungen und Ergebnisse ihres künstlerischen Schaffens vermittelt sie auch in Einzel- und Gruppenarbeit in ihrer Malschule in Merzhausen.

Sie ist Mitglied der Kunstkantine und hat an zahlreichen Ausstellungen in der Region und im europäischen Ausland teilgenommen.

Badische Zeitung:

Das Zusammenspiel von Techniken und Motiven erhöht den Reiz


Riegeler Kunstkantine: Der Keramikkünstler Urmar Hermann stellt figürliche Plastiken aus, die Malerinnen Rita Böttcher und Monika Staiger zeigen Emotionen

RIEGEL. Auch wenn der Abschied von den schönen Räumen an der Hauptstraßer, ein Stockwerk über Riegels römischem Museum, bereits abzusehen ist, nutzt die Kunstkantine die verbleibende Zeit. Am Sonntag wurde die Mai-Ausstellung der Künstlervereinigung mit einer Vernissage eröffnet. Drei Aussteller präsentieren in diesem ansprechenden Rahmen ihre Werke: Urmar Herrmann (Biberach) zeigt Kunstwerk aus Keramik, Rita Böttcher (Waldkirch) und Monika Staiger (Merzhausen) stellen Gemälde aus.

Die Mai-Ausstellung ist die zweitletzte, bevor die Kunstkantine schließt. Sie zeigt noch einmal das Besondere der Präsentationen in den Räumen des ehemaligen Postgebäudes an der Hauptstraße. In der Nachbarschaft mit Kunstwerken anderer Künstler gewinnen Bilder und Skulpturen oft noch einen zusätzlichen Reiz, was auch das Publikum zu schätzen weiß.

Die faszinierendsten Kunstwerke bei der Mai-Ausstellung sind die Plastiken aus Keramik. Urmar Herrmann ist seit 2003 freischaffender Künstler mit einem Atelier in Nordrach. Er machte eine Lehre als Keramikmaler, bildete sich zum Keramikingenieur weiter und ist sichtlich ein Meister des Werkstoffs. Seine figürlichen Plastiken, vor allem Frauengestalten, profitieren von seinem Sinn für Farbe und von seiner hohen Kunstfertigkeit im Umgang mit der Keramik. In der Galerie Kunstkantine kommen diese Skulpturen gut zur Geltung und erzielen optische wie inhaltliche Wirkung. Feinste Details prägen seinen "Strum" , eine Frauengestalt mit zahlreichen Zugaben aus der Mythologie, oder seine "Diana Abnoba" , die Göttin des Schwarzwalds. Urmar Herrmann stellt seine Frauen dezent erotisch, aber niemals aufdringlich dar. Er hat auch Schalen und Vasen geschaffen und präsentiert bei dieser Ausstellung eine Auswahl, die die kreative Vielfalt dieses Künstlers erahnen lässt.

Monika Staiger, Kunsttherapeutin aus Merzhausen bei Freiburg, bevorzugt für ihre Bilder feuriges Rot oder intensives Blau. Geometrische Formen werden mit Licht und Farbe zum Spiel, das die Fantasie des Betrachters anregt. Die Intensität der Farben zieht an und gibt die Fülle von Empfindungen und Eindrücken wieder, die Monika Staiger in ihre Bilder bringt. Im Spannungsfeld mit den Keramiken von Herrmann wird für die Besucher der Ausstellung noch ein ganz besonderes Erlebnis geschaffen. Die Besucherinnen und Besucher der Kunstkantinte zeigten sich davon sehr angetan.

Eine ganz eigene Welt stellt Rita Böttcher mit ihren Bildern vor. Sie malt Landschaften, die einen Hauch von Romantik und Poesie ausstrahlen. Rita Böttcher deutet bei ihrer Kunst eher an. Zurückhaltendes Licht, pastellfarbene Töne, ein flockig leichter Farbauftrag lassen wahre Traumwelten entstehen. Für Rita Böttcher hat jede Landschaft eine Seele, die sie mit ihren Bildern aufspüren will. Der Raum mit ihren Bildern strahlt Ruhe aus, und er fordert vom Betrachter Zeit, sich auf die anderen Welten von Böttcher einzulassen.

Ilona Hüge

Mai-Ausstellung: Samstags und sonntags 14 bis18 Uhr (bis 1. Juni).
Mai-Ausstellung in der Kunstkantine: Rita Böttcher, der Keramikkünstler Urmar Herrmann und Monika Staiger (von links ) stellen in Riegel aus.(FOTO: ILONA HÜGE)